Die großen Seeabenteuer Drei Erzählungen von Jules Verne, gelesen von Ingolf Kloss. Überwinterung im Eis In der Hafenstadt Dünkirchen wird der Pfarrer davon abgehalten die Messe zu lesen. Der alte Seefahrer Johann Cornbutte erinnert ihn daran eine Abmachung einzuhalten. Cornbuttes Sohn Ludwig ist Kapitän auf der Brigg "Jeune-Hardie". Wenn dieses aus dem Nordmeer zurückkommt, soll die Trauung zwischen seinem Sohn und seiner Nichte Marie stattfinden. Während der Pfarrer die Messe durch seinen Vikar halten lässt, eilt Johann Cornbutte mit seiner in Brautkleidern erschienenen Nichte Marie zum Hafen. Das einfahrende Schiff zeigt jedoch die Trauerflagge. Ludwig Cornbutte ist nicht mehr an Bord. Von dem Ersten Steuermann André Vasling erfahren die entsetzten Anwesenden, was geschehen ist. In der Nähe des Mahlstromes bemerkte die Besatzung der "Jeune-Hardie" Notsignale. Der Kapitän Ludwig Cornbutte und zwei seiner Matrosen ließen sich mit der Schaluppe aussetzen, um einem norwegischen Schiff zu Hilfe zu eilen. Die drei verschwanden bei Nebel im Sturm und gelten als verschollen. Sie werden später für tot erklärt. Johann Cornbutte will sich jedoch nicht damit abfinden, er startet eine Expeditionsreise ins Nordmeer, um die Vermissten zu suchen. Ein spannendes Abenteuer beginnt ... Die Meuterer von der »Bounty« "Die ganze Nacht segelten wir bei schwachem Wind nordwärts. Soweit war nun unsere Reise mit ununterbrochen gutem Glück vor sich gegangen. Jetzt aber sollten wir etwas gänzlich anderes erfahren. Es hatte sich eine Verschwörung angesponnen, so geheim verabredet, dass auch nicht das geringste Anzeichen einen Verdacht in uns erregen konnte." So Kapitän William Bligh in seinen Erinnerungen an die Meuterei auf dem englischen Schiff am Morgen des 28. April 1789 im Südpazifik. "Kurz vor Sonnenaufgang, als ich noch schlief, kamen Fletcher Christian und drei seiner Kumpane in meine Kajüte, ergriffen mich, banden mir die Hände auf den Rücken und drohten, mich augenblicklich zu töten, wenn ich nur den geringsten Lärm machen würde." Mit 18 ihm ergebenen Männern wurde Bligh in das Beiboot verfrachtet, mit etwas Proviant versorgt und in den scheinbar sicheren Tod geschickt. Doch in einer nautischen Meisterleistung navigierte Bligh in knapp zwei Monaten das überfüllte Boot 6000 Kilometer bis nach Timor, dem heutigen Indonesien ... Der Leuchtturm am Ende der Welt In der Nähe des Kap Hoorn am südlichen Ende von Südamerika wird auf der argentinischen Insel Isla de los Estados (Staateninsel) ein Leuchtturm neu in Betrieb genommen. Dieser wird von einer dreiköpfigen Besatzung betrieben, die im Vierteljahresrhythmus ausgewechselt wird. Die Insel ist darüber hinaus – was die Leuchtturmmannschaft nicht weiß – auch ein Unterschlupf von dort gestrandeten Seeräubern. Ihnen ist die Wachmannschaft des Leuchtturmes ein Dorn im Auge. Die Seeräuber haben einen Großteil ihrer Beute in der Nähe des Turmes versteckt. Der Anführer der Bande ist der berüchtigte Kongre. Kongre und seine Gesellen warten darauf, mit der Beute die Insel verlassen zu können. Er plant, den Leuchtturm zu überfallen … Der Text von "Überwinterung im Eis" basiert auf der Fassung der deutschen Buch-Erstausgabe, erschienen bei A. Hartleben, Wien-Pest-Leipzig, 1875. Die Übersetzung aus dem Französischen ins Deutsche stammte von Martha Lion. Der Text von "Die Meuterer von der »Bounty«" basiert auf der Fassung der deutschen Erstausgabe, erschienen im A. Hartleben‘s Verlag, Wien, Pest, Leipzig, 1880. Der Text von "Der Leuchtturm am Ende der Welt" wurde nach dem Tode Jules Vernes (1905) von Michel Verne stark überarbeitet. Diese Überarbeitung erschien bei A. Hartleben, Wien-Pest-Leipzig, 1906. Die Coverabbildung und die Typografie entstand unter Verwendung einer durch KI-generierten Bildvorlage von ChatGPT.
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